4. September 2020

#gamification#kjc#play

Mitarbeiter-Umfrage

Liebe Mitarbeiter der Kommunalen Jobcenter;

LET´S PLAY A GAME: Wir möchten im innolab Minigames für KJC Mitarbeiter sowie Kunden anbieten – und diese selbst mit/ durch die TN im Lab entwerfen. Wir möchten Euch daher folgendes Spiel vorstellen und einfach Euer Feedback einholen. Vielen Dank!

Gamification („Spielifizierung“) bedeutet: Die Anwendung spieltypischer Elemente in einem Kontext, der spielfremd ist. Hier geht es um Motivationssteigerung bei monoton empfundenen und komplexen Aufgaben.

Das Erreichen von Benachteiligten, welche bisher aufgrund diverser Hemmnisse der Zugang zu den Bildungsangeboten fehlte, steht im Mittelpunkt des Themenlabs „Digitale Grundbildung/gamification“. Es hat sich gezeigt, dass gerade diese Kundengruppe besonders gut über digitale Angebote erreicht werden kann. Sogenannte „gamifizierte“ Anwendungen zeigen Verbesserungen in Bereichen wie Benutzermotivation, Lernerfolg oder Datenqualität auf.

Serious Games sind zum einen Spiele – digitale Spiele – und zum anderen zweckbestimmte Anwendungen zur Vermittlung eines Lerninhalts. Johan Huizinga definiert Spiel als eine freiwillige, nicht ernst gemeinte, nach Regeln verrichtete, vom Gefühl der Spannung und Entspannung begleitete und um ihrer selbst Willen vollzogene Handlung (Huizinga 1956). Clark C. Abt ergänzt diese Definition um den Aspekt der Abstraktion. Ein Spiel ist eine „abstrakte Darstellung des wirklichen Lebens in Spielform“ (Abt 1971: 29). In der englischen Sprache wird weitergehend zwischen play und game unterschieden, wobei game eine „organisierte oder strukturierte Form des Spiels“ (organized play) darstellt (Prensky 2001: 119). Ein digitales Spiel setzt dabei die Spielelemente mit technologischen Mitteln um. Ein digitales Spiel ist eine mathematische Simulation von Zusammenhängen und ihren Bewertungen. Zusammengefasst sind drei Aspekte für Serious Games entscheidend: die Interaktion zwischen den Beteiligten, die Künstlichkeit der Spielwelt und die Regeln, die den Handlungsraum beschränken (Wechselberger 2009: 98).

Serious Games als digitale Lernspiele (Game-Based Learning) können zur Vermittlung von verschiedensten Inhalten eingesetzt werden. Das entscheidende Definitionskriterium ist, dass Serious Games einen intendierten Lerninhalt aufweisen. Damit grenzen sie sich gegenüber Computer- und Videospielen ab, die vorrangig der Unterhaltung dienen (Entertainment Games).