17. März 2020

Neues aus der Digitalen Innovationswerkstatt (alt)

03.02.2020 Lab „gamification/ Digitale Grundbildung“ Am 31. Januar ist das ersten Themenlab gamification/Grundbildung gestartet. Vorgestellt wurde als Impuls für die interessierten Teilnehmenden der Hessischen Kommunalen Jobcenter (KJC) die mit Jugendlichen designte Mathe-App der Joblinge gAA. Zudem haben Auszubildende zum IT-Assistenten der Berufsbildenden Schule 1 in Mainz die Abschlußarbeiten aus ihrem betrieblichen Ausbildungsblock bei tfSemanticServices GmbH präsentiert. Beides hat einen ersten Einblick gegeben, wie gemeinsam mit Nutzern Dinge entwickelt werden, aber auch, wie digitale Kompetenzen in der Praxis erworben werden können und agiles Arbeiten in Scrum-Teams auch schon während eines betrieblichen Ausbildungsblocks stattfinden kann. Zudem konnten die Teilnehmenden einen Eindruck bekommen, wie „IT-Programmierung“ heute funktioniert und dass einiges davon auch ohne große Vorbildung erlernbar ist. Eine Chance auch für die Kunden der KJC. 


19.02.2020 Lab „gamification/ Digitale Grundbildung“ Am 18. Februar trafen sich die TN des Themenlab gamification/Grundbildung zum 2. Labtermin.

Die TN Gruppe hat in einer offenen Diskussion das Verständnis von Grundbildung im klassischen Sinn (Lesen Schreiben, Rechnen) dem Verständnis von digitaler Grundbildung (technologiebasierte Lösungskompetenz in der sich stetig verändernden digitalen Lebens- und Arbeitswelt) gegenübergestellt. Das zielführende Instrument, welches eingesetzt werden soll, „gamification“ nach dem Belohnungsprinzip „Lernen muss Spaß machen“ mit Fokus auf Bildung, sprich „serious games“, wurde skizziert, detailliert hinterfragt. Die TN einigten sich darauf, den Ansatz „Digitale Grundbildung/technologiebasierte Problemlösekompetenz“ zu fokussieren. Es wurde eine Leitfrage ermittelt, die im Folgetermin mittels der Design Thinking Methode entschlüsselt werden soll:

„Was und wie wollen wir KJC Mitarbeitern und deren Kunden in digital-spielifizierter Form anbieten, damit sie digitale Medien/Tools/Features kompetent auch zur Problemlösung nutzen können?“

Theoretisch ist das zu entwickelnde „Tool für den Umgang mit der digitalen Welt“ zielgruppenunabhängig. „Inside“ könnte man aber zielgruppenspezifische Angebote implementieren.


29.02.2020 Lab „Kundenkarte“ In Hofheim wurden viele Eindrücke, Vorstellungen und Bedürfnisse diskutiert.

Für eine erleichterte Kommunikation der Leistungsberechtigten mit dem Jobcenter könnte eine Kundenkarte hilfreich sein.

Die kreativen Köpfe des Labs „Kundenkarte“.

In der Annahme, dass die meisten Menschen sich unter der Kundenkarte eine klassische Chipkarte vorstellen, wird in dem Lab zu prüfen sein, ob und welche anderen Optionen/Alternativen es gibt.

Das Ergebnis des 1. Labtermins war eine Einigung der TN, dass eine App entwickelt werden soll.

Im nächsten Lab werden mittels Impulsvorträgen Apps vorgestellt, die bereits entwickelt wurden. Hier kommen dann auch wieder die abzubildenden Inhalte ins Spiel, die bei dieser Veranstaltung zusammengetragen wurden.

„Kleine Brötchen backen“, dann erweitern. Der Bedarf ist groß, eine App ist zeitgemäß, man kann eine einfache Sicherung und Bereithaltung von Daten/Unterlagen für die Kunden bewerkstelligen. Sie könnte hilfreich sein bei der Erleichterung des Beratungs-und Integrationsprozesse. Auch eine Vereinfachung bei Trägerwechsel ist angedacht.


02.03.2020 Lab „Social Media – Ansprache Jugendliche“ Eine Gruppe jugendlicher Leistungsempfänger der Kommunalen Jobcenter in Hessen traf sich am 28.02.2020 im KJC Groß-Gerau Standort Rüsselsheim zu einer Design Thinking Tagesveranstaltung mit Innolab-Koordinator Tobi Schneider. In kreativer Form tauschten sich die jungen KJC Kunden über moderne Kommunikationswege aus. Das Produkt Ihrer Teamarbeit ist „Jobbi“ – der KJC Chatbot in der Ansprache Jugendliche, zusammengefasst in einen Videoclip.


04.03.2020 Lab „Erklärvideos“ Das erste Treffen von Mitarbeitern Kommunaler Jobcenter am 02.03.2020 in den Räumen von Neue Wege Kreis Bergstraße ergab 2 Ansätze:

1| Für Kunden: Die TN haben einen kreativen Weg zur „Selbsterstellung von Erklärvideos für Jedermann“ ins Auge gefasst, kurze Clips mit Fokus auf die wesentlichen zu transportierenden Informationen für spezielle Themengebiete. Niederschwellig, einfach verständlich. Optisch jedoch zeitgemäß, „weniger ist mehr“. Im Lab wurde bereits ein Paper Prototype zum Thema „Ortsabwesenheit“ als Fallbeispiel erstellt. Ziel des Ganzen ist die schnelle Erstellung von Videoclips mittels einem darauf zugeschnitten Arbeitsplatz, der ähnlich wie Moderationskoffer und Flipchart aufgebaut werden kann: Tisch, Papier, „Themenschnipsel“, On Top Kamera. Im nächsten Labtermin wird die Gruppe in einer Testumgebung diese Form der Eigenproduktion prüfen. Wir werden berichten.

2| Für Mitarbeiter: Die TN haben sich darauf verständigt, dass Erklärvideos in Interaktion von Mitarbeitern in punkto Design keinen Oskar gewinnen sollen. Hier geht es um die Selbsterstellung von Videotutorials, Erklörvideos, die im Arbeitsfeld der Verwaltung hilfreich sein könnten, u.a. bei neuen Programmen oder neuen Mitarbeitern. Hier prüft die Gruppe die Usability von Software, die sich auf dem Markt etabliert hat. Im Fokus stehen Remote-Aufnahmen des Bildschirms, Filmen von Live-Anwendungen.


06.03.2020 Lab „Videokommunikation“ – Der 1. Labtermin, am 05.03.2020 in den Räumlichkeiten des Kreisjobcenter Fulda, begann mit einem Brainstorming über dieses große Thema – und endete mit einem guten Ansatz.

„Gemeinsam mit KJC Mitarbeitern möchten wir den Einsatz von Videokommunikation prüfen und ggf. umsetzen.“

Der zukünftige Einsatz von Videokommunikation ist nicht nur als reines Kommunkiationsmedium für den Kontakt mit Kunden gedacht – nein, ggf. auch als internes Mittel für Mitarbeiter und vielleicht auch als neues Tool in Werkakademien, für die Kommunikation mit externen Dienstleistern etc.

Hier soll kein neue Hardware erfunden werden. Vielleicht gibt der Markt aber gute Tools her, die in den KJC hessenweit eingesetzt werden können. Es ist also eher eine Dienstleistungsprüfung mit vorher eruiertem Einsatzgebiet.  

So sieht die Realität natürlich nicht aus.

Die TN des Labs entschieden sich, ähnlich wie beim Lab „Erklärvideos“, für 2 Ansätze:

1| Videokommunikation für Kunden anbieten, als optionales Angebot freiwilliger Basis. Hier bedarf es einer Prüfung von Angeboten, der Zugang muss barrierefrei sein, z.B, in einer browserbasierten Form – ohne dass der Kunde z.B. erst einmal eine App herunterladen muss. Die TN möchten einen Digitalen Leitfaden entwickeln, ein Handbuch aus Erfahrungswerten aktueller Bestandssoftware auf dem Markt.

2| Videokommunikation für Mitarbeiter für interne Zwecke – Von „inhouse videocalls“ mit Remote- Tutorialhilfe über Home Office bis zur Kommunikation mit Trägern – auch hier soll ein „digital guide“ mit Anwendungsbeispielen und -hilfen erstellt werden.


10.03.2020 Lab „Design Thinking“ – Am 09,03. trafen sich die TN des Labs in ihrer Multiplikatorenfunktion der Weitergabe der agilen Projektmanagement-Methode bei der Pro Arbeit in Dreieich.

Um die Methode auf Themen der Kommunalen Jobcenter anwenden zu können (was ja letztendlich das Ziel dieses Labs ist, die Methode durch die TN in die Verwaltung zu tragen und dort anzuwenden), wurden mögliche Einsatzgebiete erschlossen – mit der Erkenntnis, dass es zahlreiche Ansatzpunkte gibt, da die Ideologie ja daran ausgerichtet ist, die Bedürfnisse von Menschen (Kunden) zu erkennen und die Innovation von diesem „Problem Statement“ zu entwickeln.

DIe Gruppe der TN entschied sich für das Thema Maßnahmen/Motivation in Werkakademien. Nach 5 Stunden konstruktiver Diskussion standen 2 Leitfragen für das Thema, welches zukünftig im Lab kreativ bearbeitet werden soll, auf dem Flipchart:

1| „Wie kann man Kunden motivieren, an geeigneten Maßnahmen teilzunehmen?“

2| „Wie kann man Mitarbeiter motivieren, gemeinsam mit den Kunden geeignete Maßnahmen auszuwählen?“

Diese beiden Design Thinking Leitfragen werde im nächsten Termin im Mai parallel behandelt.


18.03.2020 Lab „Innovationsmobil/Innotruck“ – Aus aktuellem Anlass ist die Veranstaltung auf den 23.04.2020 verlegt worden. Es ist ein „Brainstorming“ angedacht, in Form einer Videokonferenz.

Was auch immer auf der Roadmap auftauchen wird – Innotruck, Innovationsmobil, wie auch immer – die Gruppe wird es herausfinden.

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